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Pfahlgründungen setzen wir dort ein, wo der natürliche Untergrund die Bauwerkslasten nicht aufnehmen kann. Deshalb werden die Lasten mit Hilfe von Bohrpfählen in die tiefer gelegenen tragfähigen Schichten geführt.

  • Schneckenortbetonbohrpfähle (SOB) bis Ø = 90 cm
  • Großbohrpfähle bis Ø = 120 cm
  • Kleinbohrpfähle
  • GEWI-Pfähle

Technisch ausgereifte Verfahren gewährleisten größtmögliche Sicherheit:

  • Greiferbohrungen mit Bagger und Verrohrungseinrichtung
  • Drehbohrungen mit Kellystange, vornehmlich für verrohrte Großbohrpfähle
  • Unverrohrte Schneckenbohrungen


Informationen zum unverrohrten Schneckenbohrpfahl

Durch die Entwicklung hydraulischer Drehbohrköpfe mit hohen Drehmomenten wurde auch das Herstellen von sog. unverrohrten Schneckenbohrpfählen möglich.

Die Herstellung erfolgt mit einer Endlosschnecke - D = 400-1000 mm - mit einem Seelenrohr von D = 100 - 150 mm. Das Seelenrohr ist am Fußende so ausgebildet, dass kein Bohrgut oder Wasser eintreten kann.

Beim unverrohrten Bohren mit durchgehender Bohrschnecke werden Vorschub und Drehzahl so auf die Baugrundverhältnisse abgestimmt, dass die Bohrgutförderung auf ein Maß begrenzt wird, welches die seitliche Stützung der unverrohrten Bohrlochwand sicherstellt.

Nach Erreichen der vorgesehenen Endtiefe wird beim Ziehen der Schnecke ohne Drehung Beton über eine Betonpumpe eingepumpt. Der Pumpdruck stellt sicher, dass der beim Ziehen der Bohrschnecke freigegebene Raum sofort mit Frischbeton verfüllt wird. Zur Überprüfung dieser Bedingung werden durch kontinuierliches Messen der Tiefe und des Betonierdrucks Aufzeichnungen erstellt, die Bestandteil des Bohrprotokolls sind.

Die Pfähle, die nach diesem Verfahren hergestellt werden, erhalten i.d.R. nur eine Kopfbewehrung.
Ist eine durchgehende Bewehrung erforderlich, wird, bei entsprechend steifer Ausbildung der Bewehrungskörbe, unmittelbar nach dem Betonieren und unter Einsatz von Rüttlern der Bewegungskorb in den Frischbeton eingerüttelt.

Das Schneckenbohrverfahren bietet gegenüber dem verrohrten Bohrpfahl einige Vorteile:

  • Der Kontakt zwischen Pfahlschaft und Bohrlochwand wird durch den erhöhten Betonierdruck verbessert.
  • Dieses Verfahren ist nahezu in allen Böden (auch Fels) mit Ausnahme von Geröll und sehr weichen Böden oder Torf anwendbar.
  • Das Verfahren zeichnet sich durch eine extrem niedrige Erschütterung bei der Herstellung aus und ist deshalb besonders bei setzungsempfindlicher Nachbarbebauung geeignet.
  • Das Verfahren ermöglicht eine hohe Leistung, da das Fördern des Bohrgutes und das Betonieren in einem Arbeitsgang erfolgen können.

In der DIN 4014 Bohrpfähle, Ausgabe März 1990, wird der Schneckenbohrpfahl ausführlich erwähnt.

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